Rückblick auf das 7. Netzwerktreffen
„Bildung für die Zukunft“. So lautete das Motto des 7. Netzwerktreffen des BNE-Netzwerkes Oberland, welches im Herbst 2025 in der Jugendsiedlung Hochland stattfand. Eingeladen waren neben den derzeitigen Netzwerk-Partnern auch Interessierte aus Politik und weitere Bildungsakteure aus dem Landkreis Bad Tölz – Wolfratshausen und angrenzender Kommunen.
Vielfältig sind die Themen, die das Netzwerk BNE im Oberland durch verschiedene Bildungsangebote für Schüler und Schülerinnen, Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene und pädagogische Fachkräfte aufgreift. Die Angebote orientieren sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Sie thematisieren beispielsweise den Klimawandel und die Energiewende, Biologische Vielfalt als Notwendigkeit für Gesundheit und Wohlstand oder die Wahrung der Menschenrechte bei der Produktion von Konsum- und Lebensmitteln. Es gilt dabei, komplexe Zusammenhänge zwischen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zu beleuchten sowie Menschen zu befähigen, die Auswirkungen ihres Handelns zu verstehen und sich aktiv an der Gestaltung einer lebenswerten Zukunft für jetzige und künftige Generationen zu beteiligen.
Kreisrat René Mühlberger (CSU) betonte in seinem Grußwort die große Bedeutung von Bildung, um Menschen für den Wandel stark zu machen. Dabei zog er einen Vergleich zu seiner Arbeit als Leiter der staatlichen Feuerwehrschule Geretsried, in der Wissen, Verantwortungsbewusstsein und Anpassung ebenfalls eine zentrale Rolle spielen. Er hob hervor, dass Bildung eine entscheidende Grundlage für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele ist und wünscht dem Netzwerk ein weiterhin gutes Wirken in die Gesellschaft hinein.
Als neuer Klimaschutzmanager des Landkreises stellte sich anschließend Felix Schreiber vor. Er verwies auch auf den von den Landkreisen initiierten Klimafrühling im Oberland vom 17.4. – 10.5.2026, der ein breites Bildungsangebot für die ganze Bevölkerung darstellt und vielfältige Möglichkeiten aufzeigt, wie Klimaschutz in der Gesellschaft gelebt werden kann.
Im Zentrum des Abends stand das Kennenlernen und Ausprobieren einer Vielzahl an Methoden, die unterschiedliche Zugänge ermöglichen. Während beim Weltverteilungsspiel die weltweite Verteilung der Bevölkerung, des Welteinkommens sowie des CO2-Ausstosses zum Nachdenken anregt, wird beim Wertespiel über grundlegende Bedürfnisse und werte nachgedacht und diskutiert. Das Demokratie-Lernspiel Quararo hingegen ermöglicht eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Möglichkeiten der Entscheidungsfindung.
Im Anschluss tauschten sich die rund 40 Teilnehmenden über die Zukunft einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Landkreis aus und nutzten das World-Café, um sich miteinander zu vernetzen und Ideen weiterzuentwickeln.
Dort wurde deutlich, dass der Austausch und das Vertrauen innerhalb des Netzwerkes sehr wichtig sind, um ein erfolgreiches Netzwerk aufzubauen. Für die Zukunft wünschen sich die Akteure noch mehr Gelegenheiten zum voneinander Lernen. Bedeutend ist auch die eigene Begeisterung und Authentizität, denn nur wer selbst überzeugt und engagiert ist, kann andere mitreißen und gemeinsam langfristige Ziele erreichen. Auch hier liegt eine Qualität im Netzwerk durch die gegenseitige Stärkung und Motivation, weiterzumachen. Gleichzeitig wurde betont, dass ein Netzwerk nur dann bestehen kann, wenn alle Beteiligten aktiv mitwirken, Verantwortung übernehmen und offen für neue Impulse bleiben. In diesem Sinne bleibt das Netzwerk stets offen für neue Partner und Interessierte!